Bericht Roggwiler April 2016

Musikalische „Leckerbissen“ zum Abschied

Das traditionelle Jahreskonzert der Musikgesellschaft Roggwil (MGR) vermochte einmal mehr auf der ganzen Linie zu überzeugen. Trotzdem war der Abend von einer ganz besonderen Emotion geprägt: Es war der letzte Auftritt von Reto Meyer als Dirigent mit der MG Roggwil.

Rührung bei den Mitwirkenden auf der Bühne und Rührung bei den Zuhörern: Das letzte Konzert des Dirigenten Reto Meyer steigerte sich zur verdienten Ehrung für einen Musikanten, der in den vergangenen acht Jahren der Musikgesellschaft Roggwil in jeder Beziehung den Stempel aufgedrückt hat. Unterstützt von seiner Frau Barbara Meyer als Präsidentin, verstand es Reto Meyer mit viel Einsatz und Begeisterung, „seiner“ Musik eine ganz besondere Note zu verleihen. Die Resultate dieser erspriesslichen Zusammenarbeit prägten auch das letzte Konzert unter seiner Stabführung. Mit ausgeprägtem Feingefühl wurde in der Folge das Konzertprogramm gestaltet, in dem sich Ernst und Vergnügen reizvoll mischten. Der Auftakt dazu machte der Marsch „The Washington Post“ von John Philip Sousa, nachdem die Jugendmusik unter der Leitung von Jasmin Tobler mit viel Hingabe und Motivation für die eigentliche Ouvertüre besorgt war. Mit dem Evergreen „All’s was bruchsch uf dr Wält, das isch Liebi“, konnten sich die Zuhörer an einer locker und ganz offensichtlich mit Freude aufspielenden Musikgesellschaft erfreuen. Der „The Glacier Express“ von Larry Neeck entführte das Publikum auf eine musikalisch abwechslungsreiche Berg- und Talfahrt. Einen wahrlich beglückenden Schlusspunkt unter den ersten Konzertteil setzte das ehemals von Peter, Sue und Marc zum Weltruhm gebrachte „Io senza te“. An Stelle des Gesangstrios begeisterten nun Susanne Flückiger, Panflöte, Peter Meyer, Trompete, und Marcel Heussi, Es-Horn, mit begeisternden Solopräsentationen.

Evergreens, Hits und „Standing ovation“

Mit frischem Glanz von beinahe jugendlicher Begeisterung ging es mit Celine Dions „Ne partez pas sans moi“ in den zweiten Konzertteil. Zu einem eigentlichen Erlebnis wurde das klanglich höchst brillante und ausdrucksstarke Tenorsaxophonsolo von Marco Ammann im sehr feinfühligen „Purple Rain“. Die verlangte Zugabe leitete über zum rhythmusbetonten „Jump“ – Stefan Lerchs Schlagzeugsolo sei Dank dafür. Mit „Träne“ erhielt das Konzert den emotionalen Höhepunkt. Noch-Dirigent Reto Meyer und Ex-Präsidentin Barbara Meyer wählten diese Zauberblüte aus der ehemals goldenen  Ära der Francine Jordi und des Florian Ast zu ihrem gemeinsamen Posaunen- und Altsaxophon-Abschiedsstück. Sie zauberten damit den frischen Glanz einer musikalischen Begeisterung in den Saal, das vom Publikum mit frenetischem Applaus honoriert wurde. Eine „standing ovation“ war das sichtbare Zeichen des Dankes und der Anerkennung für das segensreiche Wirken des Ehepaares Meyer in der MG Roggwil. „Puttin’on the ritz“ und ein Powwow-Medley samt Filmeinspielung als feine Zugabe, beendete das mit einer Fülle an musikalischen „Leckerbissen“ gespickte Konzert.                                                    

eg.

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