Frühlingskonzerte 2019 in der Farmer Rock Schüür

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Am traditionellen Frühjahrskonzert der Musikgesellschaft Roggwil kamen die Entdeckungsfreudigen voll auf ihre Rechnung. Ohne ganz auf Bewährtes und Bekanntes zu verzichten, wurde diesem Konzert mit neuen Arrangements und Kompositionen eine spezielle Note verliehen. Dazu kam das ganz besondere Ambiente, diente doch die Farmer Rock-«Schüür» erstmals als Konzertlokal. In dieser völlig neuen Umgebung präsentierte sich die Musikgesellschaft Roggwil unter der Direktion von Urs Güdel mit einem bunten Strauss herrlicher Blasmusik und es passte ausgezeichnet zu der rustikalen Umgebung, dass neben modernen und konzertanten Werken absolut «bodenständige» Stücke dem Programm eine sehr abwechslungsreiche Note verliehen.. Allein schon der Auftakt zu diesem erlebnisreichen Blasmusikfestival gelang der spielfreudigen Jugendmusik unter der Leitung von Jasmin Tobler ausgezeichnet. Da wird zweifellos vorbildliche Nachwuchsförderung mit angehenden  Jungmusikanten betrieben.

«Die Zähne ausgebissen»

Mit dem Auftritt der von rund 40 Musikantinnen und Musikanten besetzten Musikgesellschaft folgten sich nun Schlag auf Schlag musikalische Glanzpunkte, die vom Dirigenten, dem gesamten Ensemble und den Solisten gleichermassen getragen wurden. Mit «Jubilee Spirit» von Mario Bürki und «Ratafia» von Willy Fransen kristallisierte sich von Anfang an heraus, dass da mit viel Liebe zum Detail geübt wurde, denn zu einer homogenen Klangkultur beeindruckte die Bewältigung der teils hohen technischen Ansprüchen die an die Instrumentalisten gestellt wurden. Eine kurze Verschnaufspause bot dann der vom anwesenden Komponisten Alois Kissling gespendete herrliche Marsch «Sils Maria». Mit dem von Freddie Mercury zu Weltruhm gebrachte «Bohemian Rhapsody» erlebte das Publikum eine weitere musikalische «Rosine», auch wenn sich die Interpreten an diesem Werk – gemäss Dirigent Urs Güdel – «die Zähne ausgebissen» hätten. Subtile Alphornklänge leiteten dann vor der Pause die traditionellen Ehrungen langjähriger Musikantinnen und Musikanten ein. Zu Ehren kamen für 50 Jahre aktives Musizieren Hansueli Ammann , Kant. Ehrenveteran, für 30 Jahre Daniela Annaheim, Kant. Veteran, und für je 20 Jahre zum Ehrenmitglied ernannt wurden Nadine Staub, Marco Ammann und Peter Zulauf.

Szenenwechsel

Mit dem Schottisch «Dr Seppl» wurde der zweite Konzertteil eröffnet, in dem sich die Musikanten in schmucken Edelweisshemden präsentierten. Getreu der Devise «Erlaubt ist, was gefällt», liess man sich die unverwüstlichen Evergreens wie «I wünsche dir» von Peter Reber, «S’Zündhölzli» von Mani Matter, «Es Burebüebli man i nid» «Disco Swiss» und «Hie bin i Deheim» zu Gemüte führen. Dass schliesslich Zugabe um Zugabe verlangt wurden unterstrich das ehrliche Bemühen der MG Roggwil, unter der sachlichen aber bestimmten Stabführung von Urs Güdel,  mit ansprechender Spielkultur gute, perfekte Blasmusik zu präsentieren.

Ernst Glur

 

(Veröffentlicht im Roggwiler, April 2019)

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